Arganöl, ja! Arganöl vom Friseurgroßhandel…ne danke!
December 14, 2012 by le-friseur · Leave a Comment
Und wieder einmal bin ich auf einen Schwindel der Kosmetikindustrie gestoßen.
Wir Friseure haben seit einiger Zeit eine neue Wunderwaffe gegen struppige Haare. Arganöl.
Das Öl mit der meisten Aufmerksamkeit und dem meisten Werberummel ist das Moroccanoil vom Friseurgroßhändler Gieseke.
Natürlich haben wir das Öl auch getestet und für nicht brauchbar empfunden. Es macht die Haare sehr schwer und fettig. Außerdem ist die Dosierung extrem schwer möglich bei dem Packaging dieses Produkts. Auch der Verkaufs-Preis (wenn ich mich richtig erinnere um die 35 Euro für 100ml) ist ziemlich stolz.
Die Öle die wir bisher benutzt haben (Orofluido von Revlon, Pure Argan von Screen und Argan Oil von Z.One Concept) lagen alle bei etwa 30 Euro und waren bei weitem nicht so schwer im Haar.
Jetzt weiß ich warum das Moroccanoil so “reichhaltig” ist. Moroccanoil besteht aus den verschiedensten Silikonen, und zwar denen vor den wir Friseure immer warnen, den schlechten, nicht wasserlöslichen.
Moroccanoil ist also in erster Linie ein Silikonbomber mit einem sehr geringen Anteil Arganöl.
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Silikone die billigsten Inhaltsstoffe der Kosmetikindustrie sind, und der Einkaufspreis des Moroccanoil auch für Friseure sicher noch 20 Euro netto ist, dann ist das nicht nur Abzocke von Kunden, die eine minderwertiges Produkt zum hohen Preis kaufen, sondern vor allem Abzocke am Friseur, dem vorgegaukelt wird, ein hochwertiges Produkt für seine Kunden zu erwerben, dass in der Produktion einige Cent kostet.
Friseure sind auch keine Chemiker und können mit den aufgelisteten Inhaltsstoffen meist wenig anfangen. Sie sind also auf ein Vertrauensverhältnis zwischen Hersteller-Distributeur-Friseur-Kunde angewiesen.
Ihr solltet mal den Messestand von Moroccanoil sehen, mit welcher Macht sie sich im Markt positionieren, es ist echt ekelig.
Wieder ein Grund einen Bogen um große Firmen wie L`oreal, Wella, Schwarzkof, Goldwell und alle Produkte die über Friseurgroßhändler kommen zu machen.
Ich habe die Produktionsstätten meines Herstellers gesehen, ich bin im regen Austausch über Erfahrungen und Inhaltsstoffe mit meinem Distributeur und versuche nach bestem Wissen und Gewissen meine Kunden zu beraten. Mein Arganöl wird in Italien und nicht in Israel hergestellt.
Trotzdem werde ich nach dieser Entdeckung sicherlich alle Inhaltstoffe meines Öls googlen müssen um mich zu vergewissern.
Liebe Friseure, liebe Kunden, macht die Augen auf, hört auf euch verarschen zu lassen, der einzige Weg da raus ist Aufklärung und Wissen, sonst macht die Industrie mit uns was sie will.
Edit: Ich habe festgestellt, dass 2 der 3 Silikone auch in unserem Arganöl enthalten sind. ich werde da Stellungnahme von meinem Distributeur fordern, ich halte euch auf dem Laufenden.
In eigener Sache…
December 12, 2012 by le-friseur · Leave a Comment
Die Cléo Styling Pioneers haben endlich mal wieder eine Fotoshooting auf die Beine gestellt.
Ich präsentiere hier mal die ersten zwei Veröffentlichungen.
Für beide Bilder gilt:
Foto: Feinklick (http://www.feinklick.com/)
Model: Sophia Berikashvili
Dress: Felix Willian
Hair: Frank Kiesebrink
Visa: Eva Marie
Orga & Betreuung: Martina Schlobsner & Simone Herb
Ich danke allen Beteiligten für diesen grandiosen Tag.
Ich wurde interviewt…
December 5, 2012 by le-friseur · 2 Comments
hier nachzuhören.
Holgi, ein Radiomoderator und Podcaster, den ich schon sehr lange höre, hat mich interviewt. Es geht um Haare, Produkte, Werkzeuge und Verschwörungstheorien.
Wie so oft fällt einem hinterher immer noch mehr ein. Vielleicht organisiere ich mal einen Fachtalk, den ich als Podcast online stelle, oder Holgi hat Lust nochmal anzurufen. Die Resonanz ist auf jeden Fall fantastisch. Ich bekomme Hilfe-Mails, was man denn machen kann wenn das Haar von Syoss schlecht geworden ist, etc.
Das Thema beschäftigt wohl doch viele da draußen. Spread the word! Wir brauchen aufgeklärte Kunden, Schluss mit Verarschung durch die Industrie.
Der nächste Tod !
February 6, 2012 by le-friseur · Leave a Comment
Armin Burkart von friseur.com hat heute via Facebook auf folgendes aufmerksam gemacht:
Britin stirbt wegen Extentions
Bleibt nur noch zu klären, von welchem Hersteller die Extentions waren. Damit wäre nachvollziehbar, ob alle Firmen betroffen sind oder nur Anbieter von billig Extentions.
friseur.com hat bei Hairdreams angefragt und folgende Antwort erhalten:
In diesem tragischen Fall wurden Tressen verarbeitet und mit einem uns unbekannten Kleber angebracht. Hairdreams rät allen Verwendern von Haarverlängerungen eindringlich dazu, Billigprodukte von “namenlosen” Anbietern konsequent zu meiden, da diese oft nicht die Kapazitäten für Produktverträglichkeitstests haben.
Bei Hairdreams werden neue Produkte vor der Markteinführung ausgiebig getestet und Inhaltstoffe auf ihre Verträglichkeit überprüft. Uns ist ist bislang noch kein Fall bekannt geworden, in dem eine Kundin aufgrund der Verwendung von Hairdreams Produkten durch eine allergische Reaktion oder Ähnliches zu Schaden gekommen wäre.
Wird also die nächsten Wochen spannend werden, entweder werden Inhaltsstoffe verboten oder Friseure dürfen mal wieder eine Dienstleistung nicht mehr ausführen und die Verbraucher fangen an auch selber Extentions zu machen. Erste Sets dafür habe ich natürlich im dm um die Ecke schon entdeckt. Das wäre natürlich mal wieder der SuperGau, wie beim Haarefärben.
Rauchfrei – lasst uns einfach weiter Dampfen !
January 25, 2012 by le-friseur · 5 Comments
Ich möchte meinen Blog mal kurz missbrauchen.
Das tue ich vor allem weil ich weiß, dass unglaublich viele Friseure rauchen.
In den letzten Jahren gab es eine Entwicklung in der Gesellschaft gegen Raucher. Verständlich, rauchen stinkt, rauchen fügt den Menschen im Umfeld eines Rauchers Schaden zu, Zigarettenkippen verschmutzen die Straßen, es gibt eigentlich nichts was für das Rauchen und den Raucher spricht.
Doch halt Moment, es gibt etwas, Raucher zahlen sehr viel Steuern und erhalten eine ganze Industrie am Leben, die relativ mächtig zu sein scheint, wie wir gerade merken.
Seit etwa 6 Jahren gibt es jetzt elektrische Zigaretten, das Konzept, so einfach wie genial.
Man nehme einen oder 2 Trägerstoffe, Nikotin und etwas Aroma und verdampfe das Ganze, der Raucher kann diesen Dampf inhalieren und befriedigt so die Nikotinsucht.
Vorteil des Ganzen: Kein Rauch, kein Gestank, kein Teer, kein Ammoniak, kein Kondensat usw. . Für die Umwelt liegen die Vorteile auf der Hand es stinkt nicht, der Trägerstoff Rauch, der giftige Stoffe durch die Luft getragen hat existiert nicht und Passivrauchen wird so nicht zum Problem, denn beim Passivrauchen war das Nikotin nie das Problem, wenn Ihr Kartoffeln kocht habt ihr etwa die selbe Menge Nikotin in der Luft. Nikotin produziert der Körper sogar selber, also kann es in geringen Dosen kaum gefährlich sein.
Für den Raucher der zum Dampfer wird liegen die Vorteile auf der Hand, es stinkt nicht, gesundheitliche Probleme die man als Raucher hat mindern sich (die Lungenfunktion wird wieder besser etc), Nikotin in verdampfter Form ist nicht krebserregent und es kostet so unglaublich viel weniger.
Jetzt werden in den Medien und auch in der Politik bewusst Horrormeldungen verbreitet über Elektrische Zigaretten und deren gesundheitliche Folgen.
Zerlegen wir das mal kurz ein Wenig. Ich werde nicht ins Detail gehen, denn wen es wirklich interessiert, der kann alles im Netz finden (ein paar Tips folgen unten).
Man weiß nicht was in den Liquids drin ist. Es steht mittlerweile drauf was drin ist, da sich die Dampfergemeinde dafür eingesetzt hat, dass Inhaltsstoffe ausgezeichnet werden müssen und sogar kindersichere Verschlüsse auf die Liquids gehören, da Nikotin kein ungefährlicher Stoff ist. (Wenn ein Kind Zigaretten ißt, ist das auch alles andere als gut).
Man weiß nicht wie schädlich das ist. Es gibt mittlerweile diverse Studien, die belegen, dass dampfen definitv nicht mehr, sondern eher weniger schädlich als rauchen ist.
Der heiße Dampf ist nicht gut für die Lunge. Es gibt diverse Aroma und Kräutertherapien, die auf dem Verdampfungsprinzip beruhen, also zur Förderung oder Wiederherstellung der Gesundheit.
Es gibt keine Langzeitstudien. Und das ist mein absolutes Highlight. Dampfen gibt es seit 6 Jahren, bis jetzt sind bei keinem gesundheitliche Folgen festgestellt worden, nur alle Dampfer berichten über die positiven Effekte des Dampfens, aber die wollen mir/uns als ehemalige oder immernoch Raucher wirklich was von Langzeitstudien zur Gesundheit erzählen??? Also bitte…
Zum Rauche gibt es diverse Langzeitstudien: Es ist tödlich !
Es wird versucht das Dampfen zu verbieten, das wurde in Amerika schon vor einem Jahr versucht, und es ist gescheitert, weil die Fakten klar auf der Hand liegen.
Die englische Regierung empfiehlt sogar Rauchern aufs Dampfen umzusteigen.
Jetzt möchte mir/ uns also unsere Regierung, die uns zu Außenseitern macht als Raucher (wofür ich trotzdem volles Verständnis habe) die uns dafür teuer bezahlen lässt, die uns im Winter nach draußen schickt zum Rauchen (wer weiß wieviele Erkältungen das schon gab), die sogar entscheiden möchte dass Rauchpausen am Arbeitsplatz nicht mehr erlaubt sind (also einen Raucher, der nach 2 Std wenn das Nikotin abgebaut ist Entzugserscheinungen bekommt) und somit Raucher leiden lässt, erzählen dass sie sich um unsere Gesundheit sorgt?
Also wirklich nicht.
Was ist also der Punkt. Der Punkt ist, man hätte die Liquids gerne im Apothekengesetz, damit man den Markt und die Preise unter Kontrolle hat. Blöderweise gibt es dafür keine Rechtsgrundlage, dann müssten ja Zigaretten auch in die Apotheke und wo kämen wir denn da hin, wenn wir nicht mehr zu jeder Zeit an jeder Tankstelle unsere Tabaksteuern zahlen könnten.
Der 2. Punkt man hätte gerne eine Tabaksteuer, die Dampfer nicht zahlen.
Der 3. Punkt wir haben es mit einer unglaublich mächtigen Industrie zu tun, die über ausbleibende Einnahmen klagt, denn wer sich umschaut, der wird merken, E-Zigaretten werden immer beliebter.
Die Macht dieser Industrie geht sogar so weit, dass die dpa (Die deutsche Presse Agentur, also der Nachrichtenquell für alle Medien) wirklich Lügen meldet. Ob bewust überlasse ich jetzt mal Eurer Phantasie.
Also bitte lasst Euch nicht verunsichern. Liebe Friseure, heißt Dampfer willkommen, steigt selber um, nach einer kurzen Umgewöhnung werdet Ihr es lieben, klärt die Leute auf, Ihr seid so nah an Euren Kunde, Ihr könnt was bewirken.
Versteht mich nicht falsch, das hier ist kein Plädoyer für das Rauchen oder Dampfen, beides ist definitiv schädlich (da Nikotin ein Gift ist), wenn Ihr könnt, dann hört auf, aber wenn Ihr nicht könnt, dann wählt das kleiner Übel und wehrt Euch gegen unseren Staat.
Mich kostet das Dampfen 5 Euro die Woche, das habe ich vorher an einem Tag geraucht, ich könnte mit etwas Aufwand das ganze auf 1 Euro drücken, und mir geht es viel besser als zu der Zeit wo ich geraucht habe. Warum will man mir das neue Lebensgefühl wegnehmen, ich arbeite effektiver und brauche keine langen Raucherpausen, ich belaste meine Umwelt nicht mehr, warum will man mir das verbieten und mich zwingen zu rauchen?
Wehrt Euch und macht mit!
Um einen Einstieg in das Thema zu bekommen kann ich Euch nur PhilGood vom Dampferhimmel empfehlen.
Vor allem seine offenen Brief in 2 Teilen und das Video Mut zur Wut, und dann wenn Ihr umsteigen wollt alle weiteren.
Es gibt 2 große deutsche Dampferforen http://www.dampfertreff.de/ und http://www.e-rauchen-forum.de/ alles was Ihr wissen wollt findet Ihr da.
Danke fürs Lesen, es liegt mir am Herzen.
Der nächste Horror
January 25, 2012 by le-friseur · 1 Comment
Schon etwas älter die Meldung, aber ich habe leider keine Zeit gefunden zum Bloggen.
Mal wieder wurde festgestellt, dass ein völlig alltäglicher Stoff, mit dem wir Friseure, aber auch alle Kunden und Verbraucher ständig umgehen, höchst bedenklich ist.
Parabene!
Parabene sind Konservierungsstoffe die in den meisten Kosmetika enthalten sind.
Parabene wirken sich sich auf den Menschen aus, denn sie dringen in den Körper ein.
Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schwindel und viele weitere Symptome die sich nicht wirklich zuordnen lassen, sind auf Parabene zurückzuführen.
Doch damit nicht genug. Parabene wirken sich gerade bei Kindern auch auf den Hormonhaushalt aus. Brustwachstum bei einem 6 jährigen Mädchen auf Grund von Parabenen ist nur ein Beispiel.
In unserer Gesellschaft, in der Kinder eh immer früher pubertieren auf Grund zu fetter und kalorienreicher Ernährung (das war zumindest bis jetzt die Meinung, vielleicht liegt es aber auch hier dran). Ist das weitere zuführen von Stoffen, die diesen Prozess beschleunigen können, definitiv zu vermeiden.
Die Industrie reagiert mal wieder zäh bis garnicht. Belgien hat immerhin ein Verbot von Parabenen in Produkten für Kleinkinder erlassen (unter 3 Jahren).
Wann wird EU weit reagiert?
Oder sind da einfach mal wieder die Interessen nicht groß genug? Ist klar den wirtschaftlichen Vorteil hat die Industrie, wenn sie Inhaltsstoffe nicht verändern muss. Und unsere Politik ist ja nicht an unserer Gesundheit sondern immer an der Wirtschaft orientiert.
Noch ein wenig mehr Informationen findet Ihr in diesem Wiso Beitrag.
No Color – Die Fakten
November 30, 2011 by le-friseur · Leave a Comment
Sooo, gestern Abend war Mitgliederversammlung der Innung München, jetzt also endlich die harten Fakten:
Welche Stoffe problematisch sind habe ich ja bereits geschrieben. Ich nenne sie hier kurz PPD darunter verstehen die meisten Friseure was ich meine.
PPD wird generell eingesetzt um Dinge einzufärben. PPD ist nicht nur in Haarfarben enthalten, sondern in Autoreifen, Kleidung Hennatattoos, normalen Tattoos und eigentlich generell so allem was dunkel eingefärbt wird.
PPD ist auch die Stoffgruppe, die bis in die 80er Jahre so stark konzentriert in Haarfarben vorhanden war, dass es Blasenkrebs auslösen konnte. Deshalb bekommen Friseure die schon zu dieser Zeit gearbeitet haben und heute an Blasenkrebs erkranken, sogar das noch als Berufskrankheit anerkannt.
Die Konzentration von PPD in Haarfarben wurde zwar massiv gesenkt, aber die Industrie hat bis heute keine Alternative gefunden, weder für Haarfarben noch für alles andere.
So kommt es, dass in unserer Gesellschaft immer mehr Menschen gegen PPD sensibilisiert sind (also zu allergischen Reaktionen neigen).
Das Problem liegt also nicht nur bei Haarfarben alleine, sondern unsere Diskussion kann sich durchaus auch auf Tätowierer und ähnliches ausdehnen (stellt euch vor, man kann dann in der Drogerie vielleicht Tätowier-Kits kaufen und die Kids tätowieren sich dann gegenseitig, weil ein Tätowierer das nicht mehr macht, selbst wenn die Eltern einverstanden sind. Da werden bestimmt tolle Sachen bei rauskommen.)
Aber nun zu den Fakten beim Friseur:
Azubis unter 16 dürfen mit Haarfarbe arbeiten, da sie auf Grund der Hautschutzverordnungen eh so gut wie nicht mit den Produkten in Kontakt kommen.
Es ist nicht verboten Jugendlichen unter 16 Jahren die Haare zu färben, aber !
Es gibt Warnhinweise auf den Haarfarben, dass diese Produkte nicht für Jugendliche unter 16 Jahren geeignet sind.
Damit ist die Industrie fein raus, noch besser sie schiebt die Verantwortung voll auf den Friseur.
Folgende Antworten kamen auf nachfragen der Friseurbranche z.B. von Wella:
Darf ich weiterhin im Salon Jugendlichen unter 16 Jahren die Haare färben?
Natürlich ist der Gebrauch unserer Haarfärbemittel auch bei Kindern sicher. Jedoch wurden diese für die Bedürfnisse von Erwachsenen entwickelt. Aufgrund der möglichen allergischen Risiken sollte jeder Einzelne eine vorsichtige und verantwortungsvolle Entscheidung treffen.
Obwohl es nicht verboten ist, empfehlen wir, Kindern unter 16 nicht die Haare zu färben. Eine Haftung bei später auftretenden Schäden kann nicht ausgeschlossen werden.
Falls jedoch die Eltern oder Erziehungsberechtigten auf die Coloration bestehen, können Sie diese durchführen.
So und damit ist halt der Friseur am Zug. Sollte etwas passieren, dann haftet der Friseur voll und die Versicherungen werden sich schon irgendwie winden, dass sie nichts zahlen müssen.
Absichern gegen allergische Reaktionen können wir uns aber nicht mehr, denn einen Allergietest können wir nicht mehr machen, denn wie ich schon geschrieben habe, sollte eine Reaktion kommen wäre das Körperverletzung, aber noch viel besser, dass wir diesen Test überhaupt versuchen zu machen ist schon strafbar, denn das ist Amtsanmaßung. Nur ein Arzt kann eine allergische Reaktion erkennen.
Ich muss dazu mal aufklären, dass die Hälfte unseres Fachkunde Buches aus der Berufschule nur aus Hautaufbau, Hautkrankheiten, Annomalien, Haaraufbau, Kopfhauteigenschaften, Schuppenarten usw. usw. besteht. Ein Friseur kann also erkennen was eine Seborrhö Sicca oder Teleangiektasie ist (sowas ist Prüfungsstoff), aber ob eine Rötung durch ein alkalisches Produkt auftritt, das ist Amtsanmaßung. Ich finde eher bedenklich mit welchen Empfehlungen manche Kunden vom Hautarzt kommen wenn es um ihre Kopfhaut geht und wie einfach und vor allem günstig (im Vergleich zu teuren Medikamenten) ihnen dann doch geholfen werden kann.
Warum darf also Haarfarbe verkauft werden aber der Friseur sie in dem Fall nicht einsetzen, weil der Friseur im gewerblichen Umgang mit diesen Stoffen eine besondere Sorgfaltspflicht hat.
Also der Profi soll sorgfältig darauf achten es nicht einzusetzen, der Leihe soll aber ruhig mal experimentieren. Wenn ich daran denke was wir uns mit 15 alles gegenseitig auf den Kopf geschmiert haben und teilweise Blasen auf der Kopfhaut hatten, weil wir Blondierung mit 12% H2O2 genommen haben, was ein Friseur nicht darf und auch nicht tun würde, denn er weiß es ja besser als Profi.
Gibt es also noch den Weg die Beratung im Geschäft zu machen und z.B einem 15 jährigem Mädchen die Haarfarbe dann zu verkaufen. FAIL bloß nicht liebe Friseure, denn schaut mal auf Eure Haarfarbe, da steht drauf nur für den gewerblichen Gebrauch.
Fazit: Ein verantwortungsvoller Friseur sollte also auf keinen Fall Jugendlichen und Kindern die Haare färben. Die Chance das etwas passiert liegt zwar bei 1 : 1 000 000 aber wenn etwas passiert haftet Ihr persönlich.
Somit bleibt Jugendlichen nur übrig sich selber in der Drogerie schädlichere Haarfarbe zu kaufen auf denen natürlich nicht steht, dass sie nur für den gewerblichen Gebrauch geeignet sind, und sich die Haare und die Kopfhaut kaputt zu machen und am Besten mit ammoniakfreien Haarfarben durch das enthaltene Ethanolamin erst wirklich Allergien auszulösen.
Das hast Du ganz toll gemacht lieber Gesetzgeber!
Friseure vs Schwarzkopf
November 23, 2011 by le-friseur · Leave a Comment
Langsam nimmt die Sache Fahrt auf, Silas Fröhle von Silas Stylebar ein Kollege in Rastatt, hat heute folgendes bei Facebook gepostet:
Streit ums Haarefärben
Friseure protestieren gegen Syoss-Werbung
Werbung für die Haarpflegeserie Syoss, die „Styling wie beim Friseur“ und „salonschönes Haar“ verspricht, hat Friseure gegen Hersteller Schwarzkopf & Henkel aufgebracht.
… Hinzu kam der Aufruf in einer Frauenzeitschrift, sich als Endverbraucherin zur „Colorations-Expertin“ ausbilden zu lassen, um dann nach dem Tupperparty-Prinzip sein Wissen im Bekanntenkreis weiterzugeben. Syoss ist im Einzelhandel erhältlich.
Eine Protestwelle in Internetforen war die Reaktion der Branche, die mit exklusiv vertriebenen Haarfärbemitteln viel Umsatz macht. Der häufigste Einwand der Friseure: Färben will gelernt sein – dafür gibt es in der Ausbildung sogar eine eigene Fachrichtung. In Schleswig-Holstein soll Schwarzkopf nach dem Willen von Landesinnungsmeister Hartmut Klotz „keine Plattform mehr erhalten“. Für die Friseurlandesmeisterschaften im März 2012 wird das Schwarzkopf-Logo von allen Werbematerialien verbannt.
Die Info hatte ich zwar auch schon gehört, aber die Quelle war mir noch nicht bekannt, konnte ich aber mittlerweile verifizieren.
Richtig so liebe Friseure, endlich wehren wir uns, das schauen wir uns schon viel zu lange an.
Allerdings kann ich beruhigen, Henkel ist zurück gerudert, die Syoss-Partys wird es vorerst nicht geben.
Soll ich euch mal verraten, warum Syoss von Friseuren mitentwickelt wurde?? Na wollt Ihr es wissen?
Insiderinfo: Der Friseur der das mitentwickelt hat ist der Werksfriseur von Henkel, so einfach kann man Werbesprüchen einen Schuss Wahrheit verleihen.
Das Erwachen…
November 17, 2011 by le-friseur · 2 Comments
So langsam tut sich ja endlich was. Dieser wunderschöne und durchaus lustige Videobeitrag zeigt,
dass langsam auch der Verbraucher anfängt zu verstehen, dass er für dumm verkauft wird.
Seht selber, ein Lichtblick.
Flowbee
November 12, 2011 by le-friseur · 1 Comment
Der Flowbee ist bei uns im Salon immer wieder Grund zur Freude, oft wird an dieses skurile Gerät aus der Teleshopping Werbung gedacht und viel gelacht. Auch habe ich einen Kunden der gesagt hat, ich soll ihm als Joke irgendwann damit mal die Haare schneiden.
Doch jetzt habe ich das hier gefunden und muss sagen, das ist den Witz nicht wert

